AnyVision, ein israelisches Unternehmen, das Palästinenser im Westjordanland mit Videoüberwachung überwacht, verstößt gegen diesbezügliche ethische Vereinbarungen mit Microsoft, berichtet NBC News am Montag auf der Grundlage anonymer ehemaliger Mitarbeiter.

Microsoft hat im Juni zusammen mit anderen Parteien 74 Millionen Dollar (66,7 Millionen Euro) in AnyVision investiert. Das in Tel Aviv ansässige Unternehmen liefert Technologie an Israel, um Palästinenser in besetzten Gebieten zu überwachen. Unter anderem konnte das Produkt Personen in Kamerabildern live identifizieren und verfolgen.

Die israelische Armee soll Tausende von Kameras im Westjordanland installiert haben, um die Bewegungen der Bewohner des Gebiets zu überwachen und Terroranschläge zu verhindern. Hierfür würde die AnyVision-Software im Geheimen verwendet.

Das Produkt des Unternehmens wird auch an Kontrollpunkten eingesetzt. Im August verteidigte AnyVision die Verwendung der Gesichtserkennung in diesem Bereich und erklärte, dass die Technik der auf Flughäfen verwendeten ähnlich sei.

Die ehemaligen Mitarbeiter von AnyVision geben an, mit NBC News über den Verlauf des Unternehmens unzufrieden zu sein. Der Druck, die Technologie an Unternehmen, Regierungen und Militärkunden zu verkaufen, würde über ethische Fragen hinsichtlich ihres Einsatzes hinausgehen.

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